Bundesregierung lässt maritime Wirtschaft im Stich
Garrelt Duin
19. März 2010
0 Kommentare
Keine zusätzlichen Mittel seitens des Bundes für die maritime Wirtschaft zu stellen, ist ein falsches Signal. Eine rein privatwirtschaftliche Regelung für die Schifffahrtsbranche, wie Herr Otto sie anstrebt, ist keine wirkliche Lösung. Hier muss die Bundesregierung mehr Verantwortung übernehmen. Ein besserer Ansatz wäre es, die Bedingungen für staatliche Unterstützung zu verändern, Innovationen stärker zu fördern und öffentliche Aufträge vorzuziehen.
Der Schiffbau ist sehr kapitalintensiv und die Branche steckt tief in der Krise. Unter solchen Bedingungen sind zehn Prozent Ausfallrisiko für die Banken eine hohe Hürde. Der Bund muss sich bei den Ausfallbürgschaften daher stärker beteiligen. Im Gegensatz zur Annahme von Otto sind die deutschen Werften auch nicht
in der Lage einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren ohne Neuaufträge zu überstehen.
Der Handlungsspielraum der maritimen Wirtschaft wird durch die Planungen der Bundesregierung sogar noch weiter begrenzt: Der aktuelle Haushaltentwurf für das laufende Jahr sieht in der mittelfristigen Finanzplanung vor, den Bereich der maritimen Wirtschaft bereits ab 2011 um zehn Prozent zu kürzen.
Dabei steht zu befürchten, dass sich viele Betriebe, unter anderem mit dem Instrument der Kurzarbeit, noch über das laufende Jahr retten können und dass die wirklich schweren Brocken erst im kommenden Jahr auf sie zukommen.
Wirtschaft
Unsere Internetseite soll eine Plattform für ernsthafte Diskussionen sein, bei dem Toleranz, Offenheit und Fairness zu den Grundprinzipien gehören. Wir begrüßen sachliche und konstruktive Inhalte, die zu einer angeregten Diskussion beitragen und der Meinung anderer Kommentatoren tolerant und unvoreingenommen begegnen. Wird gegen diese Grundprinzipien verstoßen, kann dies zur Löschung von Kommentaren führen.
Um bei uns zu kommentieren muss die eigene E-Mail-Adresse angegeben werden. Selbstverständlich wird diese E-Mail-Adresse nicht veröffentlicht und auch nicht an Dritte weitergegeben. Die Angabe einer falschen E-Mail-Adresse ist ein Verstoß gegen unsere Nutzungsbedingungen. Wir machen daher Stichproben, die dann zur Löschung von Kommentaren führen können. Mit Absenden des Formulars werden unsere Nutzungsbedingungen anerkannt.
Kommentar schreiben
(Trackback)