Donnerstag, 26.01.2012
Die Ausstellung der Willi Klenck Dokumentation findet im Lamstedter Rathaus statt
20:00 Uhr, Foyer des Rathauses der Samtgemeinde Börde Lamstedt
Sander bestätigt Sicherheitsrisiken bei Atomkraftwerken
Detlef Tanke
01. September 20100 Kommentare
Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) hat nach Einschätzung der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag mit seinen Äußerungen zur Atomenergie eingestanden, dass der Sicherheitsstandard der Atomkraftwerke nicht ausreicht. „Seine Behauptung, 15 Jahre Laufzeitverlängerung sei nur vertretbar, wenn vorher über einen Zeitraum von fünf bis acht Jahren die Sicherheit verbessert würde, entlarvt seine bisherigen Aussagen als Schönrederei“,
sagte der energiepolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Rolf Meyer, am Mittwoch in Hannover. Konsequenterweise müsste Sander für die sofortige Abschaltung unsicherer Atomkraftwerke sorgen. „Stattdessen meldet er aber auch noch Ansprüche auf die Milliarden an, die die Energieversorger als Gegenleistung für die Laufzeitverlängerung zahlen sollen. Auf Deutsch: Herr Sander will mit unsicheren Atomkraftwerken Kohle machen“, so Meyer.
Detlef Tanke, stellvertretender Vorsitzender und umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, sagte, Schwarz-Gelb im Bund und im Land nähmen das von ihnen selbst bestellte Energiegutachten gar nicht ernst. „Die Gutachter betonen, dass für eine Laufzeitverlängerung ein gesellschaftlicher Grundkonsens da sein müsse. Meiner Ansicht nach ist dieser Konsens nicht vorhanden, im Gegenteil, die Mehrheit der Bevölkerung ist gegen eine Laufzeitverlängerung“, so Tanke.
Vollkommen ausgeblendet werde von der Landesregierung weiterhin die Frage der immer noch ungelösten Endlagerproblematik. Die Fortführung der Nutzung der Atomkraft ohne gesichertes Entsorgungskonzept sei unverantwortlich.
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