Freitag, 03.02.2012 20:54 Uhr
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TV-Duell : Jüttner ist klarer Sieger
SPD-Spitzenkandidat stellt Wulff in den Schatten
Schon nach wenigen Minuten ist klar: Wolfgang Jüttner hat die besseren Argumente. Der SPD-Spitzenkandidat ist souverän, sachlich, klar und deutlich. Offensiv hält er dem CDU-Mann die Schwächen der Landesregierung vor: Bildung, Soziales, Wirtschaft und Innere Sicherheit. Wulff bleibt in der Defensive, beliebig und allgemein.
Jüttner gewinnt Punkt für Punkt.
Auffällig: Wulff wirft mit Zahlen um sich, die keiner überprüfen kann. Er versucht, seine Unsicherheit mit schnellem Sprechen zu verbergen. Ganz im Gegensatz dazu Wolfgang Jüttner. Von Beginn an setzt er die Punkte, beschränkt sich nicht wie Wulff auf blumige Aussagen. Er nennt die Dinge beim Namen. Begründet, warum ein Arbeiter in der Fleisch-Industrie oder eine Verkäuferin den Mindestlohn brauchen: „Damit sie von ihrer Arbeit leben können.“
Wulff hat schlechte Karten.
Wulff hat schlechte Karten in der Bildung. Jüttner sagt, wie es geht: Kostenlose Schulbücher und Streichung der Studiengebühren sind gute Bildungs- und Sozialpolitik. Und arme Kinder brauchen ein warmes Mittagessen in der Schule - umsonst. Kopfschütteln, als Wulff den Unterrichtsausfall für „beendet“ erklärt. Schüler und Eltern wissen es besser.
Jüttner bescheinigt Wulff Versagen in der Wirtschaftspolitik. Denn der CDU-Mann bekommt den Tiefwasserhafen nicht auf die Reihe, und bei Karmann-Mitarbeitern weckt er falsche Hoffnungen. Jüttner: „Das ist inkompetent und unredlich. Wir werden das besser machen. Ich sorge dafür, dass der Aufschwung bei allen ankommt.“
Fakten:
- 85 Prozent der Niedersachsen sind für den Mindestlohn.
- 66 Prozent sind unzufrieden mit der Bildungspolitik der CDU/FDP-Landesregierung.
- 60 Prozent sind unzufrieden mit der Kriminalitätsbekämpfung.
Stimmen zum Duell
"Mein Fazit: Jüttner für Arbeitnehmerrechte, Wulff für Tarnen und Täuschen."
Wolfgang Denia (ehem. ver.di Landeschef)
"Viel zu viele Zahlen. Wulff hat viel zu schnell geredet. Jüttner war angriffslustig, hatte die eindeutig klarere Sprache, war verständlicher."
Prof. Dieter Roth (ehemaliger Chef der Forschungsgruppe Wahlen)
"Jüttner hat konkrete Vorstellungen für die Zukunft der Menschen. Wurlff nur für seine eigene. Eindeutiger Punktsieg für Jüttner"
Garrelt Duin (SPD-Landesvorsitzender)
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