Freitag, 03.02.2012 20:54 Uhr
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Gegen Atomkraft | Aufruf

Sechs niedersächsische Gewerkschafter und Politiker fordern den Ausstieg aus der Atomenergie und unterstützen den Anti-Atom-Treck nach Berlin. Während an den Börsen schon wieder Wetten auf eine Renaissance der Atomenergie nach der Bundestagswahl am 27. September abgeschlossen werden, versinkt Niedersachsen im Atommüll.
Gorleben, Asse und Schacht Konrad sind genug.
Wir wollen nicht länger das Atomklo der Republik sein. Kein Tag vergeht ohne neue Hiobsbotschaften. Die rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen in der Asse drohen abzusaufen. Eine Zeugenbefragung im parlamentarischen Untersuchungsausschuss hat ergeben, dass dreimal mehr Plutonium in der Asse lagert, als bisher von den Verantwortlichen angegeben. In tausenden Fässern lagern mindestens 28 kg anstatt 9 kg.
Trotz nicht enden wollender Störfälle in deutschen Atomkraftwerken verweigert das niedersächsische Umweltministerium eine Überprüfung der Atomaufsicht durch die Internationale-Atomenergie-Organisation. Jetzt ist auch bewiesen, dass die Erkundungen in Gorleben unter der Ägide von CDU-Regierungen ohne wissenschaftliche Grundlagen begonnen und die Bevölkerung über Jahre belogen worden ist. Dennoch hält Ministerpräsident Christian Wulff am Endlagerstandort Gorleben fest. Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) bietet sogar weitere Atom-müllstandorte in Niedersachsen auf dem Tablett an. Hier beweist sich, dass schwarz-gelb die richtige Kennzeichnung für Gefahrgut ist.
Schwarz-Gelb steht für Atom.
Der Anti-Atom-Treck nach Berlin ist ein klares Zeichen gegen die Nutzung der Atomenergie und die ungeklärte Entsorgung des strahlenden Mülls an die Politik in Berlin. Die Menschen wollen den Ausstieg aus der Atomenergie und den Umstieg auf regenerative Energien.
Wir meinen, es reicht. Niedersachsen ist nicht Atommülldeponie der Republik. Am Atomausstieg darf nicht gerüttelt werden.
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